April 21, 2024

Warum die wachsende CO2-Konzentration ausschließlich menschengemacht ist

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Häufig hören wir das Argument, dass die natürlichen Emissionen, sei es durch

  • Atmung der Pflanzen, Tiere und Menschen
  • biologische Zersetzungsprozesse
  • Ausgasung der Ozeane

so groß seien, dass die anthropogenen Emissionen im Vergleich kaum ins Gewicht fallen und quasi „im Rauschen untergehen“.

In der Tat sind die Respiration mit 130 GtC/a und die Ausgasung aus den Ozeanen mit 80 GtC/a wesentlich größer als die 9,5 GtC/a, die durch Verbrennung fossiler Energieträger und Zementproduktion zustandekommen.

Da liegt der Schluß nahe, anzunehmen, dass angesichts der großen natürlichen Umsätze von 210 GtC/a die anthropogenen Emissionen nur 5% ausmachen und daher relativ unbedeutend sind.

Dies ist aber ein Fehlschluß: Der Respiration steht ein gleichgroßer, sogar etwas größerer Betrag der Nettoprimärproduktion und der Ausgasung von 80 GtC/a ebenfalls ein leicht größerer Betrag der Absorption in den Ozeanen gegenüber.

Zwei einfache Tatsachen helfen, die Frage zu klären:

  1. Die jährlichen anthropogenen Emissionen sind deutlich größer als der Anstieg der CO2-Konzentration. Das heißt, dass es auf jeden Fall mehr Emissions-CO2 gibt als was von der der Atmosphäre aufgenommen wird. Die „restlichen“ Einflußfaktoren müssen demnach zwingend in ihrer Gesamtwirkung eine Kohlenstoffsenke sein – so stark, dass sie heute bereits mehr als die Hälfte des anthropogen erzeugten CO2 aufnehmen.
  2. In der Jahresbilanz sind sowohl die Ozeane als auch die Landpflanzen und mit ihnen die gesamte biologische Welt seit 100 Jahren strikte Kohlenstoffsenken sind, sie nehmen übers Jahr gemittelt jeweils mehr als 2 Gt/a mehr Kohlenstoff auf als sie abgeben.

Das folgende Diagramm zeigt sowohl die anthropenen Emissionen einschließlich Landnutzungsänderungen (Abholzung) als positive Beiträge während die „Verwendung“ dieser Emissionen als Verteilung nach Ozeanen, Landpflanzen und Anstieg der atmosphärischen Konzentration dargestellt ist:

Entscheidend ist, dass die unterjährigen natürlichen Austauschprozesse sich gegenseitig aufheben und nichts zum Anstieg der CO2-Konzentration beitragen, obwohl die beteiligten Mengen sehr viel größer als die anthropogenen Emissionen sind. Die Unterscheidung der Aufenthaltszeit und Ausgleichszeit hat Cawley in einer wissenschaftlichen Publikation vorgenommen. Hier möchte ich mich auf eine anschauliche vereinfachte Argumentation beschränken:

Eine Senke kann nicht gleichzeitig Quelle sein. Auch wenn es jahreszeitliche Schwankungen gibt, entscheidend ist die Bilanz am Ende des Jahres – wie bei einem Bankkonto. Darüber hinaus sind die Schwankungen der Art, dass die verstärkte Senkenwirkung aufgrund des Pflanzenwachstums im Frühjahr und Sommer stets dem folgenden Abbau und Zerfall vorausgeht. Die biologische Welt ist aus prinzipiellen Gründen immer eine Netto-Senke.

Die Ozeane kann man als riesige Kohlenstoff-Speicher mit der etwa 50 fachen Kapazität der Atmosphäre auffassen, die auf lange Sicht die CO2-Konzentration derjenigen der Atmosphäre „angleichen“, unter korrekter Berücksichtigung der nicht ganz trivialen physikalischen und chemischen Prozesse. Wir können davon ausgehen, dass bislang die Ozeane auf die vorindustrielle CO2-Konzentration von etwa 280 ppm angepasst sind und daher noch für sehr lange Zeit als effektive Senke wirken.

Daher müssen wir die Tatsache akzeptieren, dass die menschlichen Aktivitäten tatsächlich in den letzten 150 Jahren tatsächlich für ein Anwachsen der CO2-Konzentration um 50% gesorgt haben. An anderer Stelle wird der genaue Mechanismus der Abhängigkeit der Konzentration von den anthropogenen Emissionen behandelt. Damit ist allerdings noch nichts darüber gesagt, ob die Auswirkungen der erhöhten Konzentration eher nützlich oder schädlich sind.

2 Gedanken zu “Warum die wachsende CO2-Konzentration ausschließlich menschengemacht ist

  1. Fakt ist, dass der CO2 Kreislauf weder quantitativ noch qualitativ zu 100% verstanden und schon gar nicht zu bilanzieren ist. In der Bilanz fließen sowohl bei den Emissionen als auch bei der Absorption Schätzungen und Modellannahmen ein, die in Summe mehr Abweichungen von den tatsächlichen Salden betragen können wie die gesamte menschenveruraschten CO2 Emissionen betragen. Die von Klimawissenschaftlern gern gemachte Annahme, dass sich natürliche Emissionen und Absorptionen stets in einem Gleichgewicht befinden ist falsch.
    Wenn die 2 Annahmen
    “ Die jährlichen anthropogenen Emissionen sind deutlich größer als der Anstieg der CO2-Konzentration. Das heißt, dass es auf jeden Fall mehr Emissions-CO2 gibt als was von der der Atmosphäre aufgenommen wird. Die „restlichen“ Einflußfaktoren müssen demnach zwingend in ihrer Gesamtwirkung eine Kohlenstoffsenke sein – so stark, dass sie heute bereits mehr als die Hälfte des anthropogen erzeugten CO2 aufnehmen.
    In der Jahresbilanz sind sowohl die Ozeane als auch die Landpflanzen und mit ihnen die gesamte biologische Welt seit 100 Jahren strikte Kohlenstoffsenken sind, sie nehmen übers Jahr gemittelt jeweils mehr als 2 Gt/a mehr Kohlenstoff auf als sie abgeben.“ tatsächlich stimmen solten, dann ist es tatsächlich so, dass die menschenverursachten CO2 – Emissionen ab Beginn der Industrialisierung die Welt „gerettet“ haben. Der vorindustrielle CO2 Gehalt betrug bekanntlich 280 ppm, ein Minimum in der Erdgeschichte. Die CO2 Gehalte schwankten im Laufe der Erdgeschichte zwischen 8000ppm und eben den besagten 280ppm, aktuell wieder bei 420 ppm. Im Bereich zwischen 1000 und 2000 ppm lag die Phase der üppigsten Flora und Fauna in der Erdgeschichte, genau in dieser Phase wurden die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle gebildet. Genau dieses damals gebundene CO2 setzen wir durch die Verbrennung heute wieder frei, was tatsächlich dazu führ dass die Flora auf unserem Planeten wieder üppiger wird (die Erde wird grüner) und vorallem, die Erträge in der Landwirtschaft steigen. Wäre der CO2 Gehalt nicht auf 420ppm gestiegen, sondern auf 140ppm weiter gefallen, gäbe es auf dem Planeten kein Leben mehr, weder Fauna noch Flora!

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