Juni 15, 2026

Keine Windkraft am Lammerskopf

Ergänzungen zum Flyer

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Montage des geplanten Windrads, von der Friedrich-Ebert-Straße aus gesehen.

Die geplanten Windkraftanlagen am Lammerskopf haben eine Nabenhöhe von 175m und einen Rotordurchmesser von 172m1. Damit sind sind sie mit 260m mehr als 1,5 mal so hoch sein wie der Kölner Dom. Abgesehen vom Landschaftsbild, der Industrialisierung des Naturschutz- und Erholungsgebietes von Ziegelhausen, Neckargemünd, Schönau und Wilhelmsfeld, was sind die Auswirkungen der Windkraftanlagen auf die Bürger? Die Thesen der Flyer werden hier erläutert und mit Quellen belegt, um zu verstehen, warum es so wichtig ist, am 12. Juli 2026 gegen den weiteren Ausbau der Windkraft im Odenwald zu stimmen.
Ausdrücklich möchte ich hier auch auf die ausführlichen, informativen Folien sowie den Vortrag von Prof. Vahrenholt in Dossenheim zur Problematik der Windkraft im Wald hinweisen

Entwertung Ihrer Immobilie

Ihr Haus verliert an Wert, je näher an der Windanlage, desto mehr. Überall, wo Windkraftanlagen gebaut werden, verlieren Immobilien an Wert. Auch diejenigen, die keine Absicht haben, ihre Immobilie zu verkaufen, sind davon betroffen. Es ist bekannt, dass Banken eine Eigenkapitalerhöhung um bis zu 25% für die Hypothek fordern, wenn sie der Auffassung sind, dass eine Wertminderung der Immobilie entstanden ist. Da die Windkraftanlagen am Lammerskopf mit einer Gesamthöhe von über 250m in fast allen Stadtteilen von Neckargemünd zu sehen und zu hören ist, sind also potentiell ein großer Teil der Häuser der Stadt betroffen. Das gleiche gilt für Ziegelhausen.

Risiko für Ihre Gesundheit durch Schall und Infraschall

Die Universität Mainz hat in einer großen epidemiologischen Studie mit über 36000 Teilnehmern nachgewiesen, dass das Risiko für Herzinsuffizienz in Orten mit großen Windkraftanlagen steigt.

Eine neue Studie in Schweden hat das Ausbreitungsmodell für den Schall von Windkraftanlagen korrigiert und dabei festgestellt, dass die tatsächliche Schallbelastung durch Windräder deutlich größer ist als bisher angenommen. Insbesondere wurde festgestellt, dass schlagartige Kompression der Luft zwischen Turm und Rotor eine sehr breites Spektrum auch im hörbaren Bereich hat. Besonders gefährlich sind die Infraschall-Oberwellen, die in der Nähe der Herzfrequenz liegen.

In Frankreich wurde einem Bürger, der wegen Gesundheitsschädigung gegen den Betreiber einer Windkraftanlage geklagt hat, eine Entschädigung zugesprochen.

VRRN Vorsorgeabstand wird beim Lammerskopf-Windrad voraussichtlich nicht eingehalten

Baden Württemberg zeichnet sich als Folge der langjährigen grünen Politik dadurch aus, dass die vorgeschriebenen Abstände von Windkraftanlagen zu Wohngebieten besonders gering sind. In Bayern gilt z.B. die 10H-Regel, was bedeutet, dass der Abstand zum nächsten Wohngebiet mindestens das 10-fache der Höhe der Windkraftanlage sein muß. Demnach müsste der Abstand einer 250m hohen Anlage mindestens 2,5km vom Wohngebiet sein. Der ganze Bereichs des Lammerskopfs käme unter diesen „menschenwürdigen“ Bedingungen als Standort nicht in Frage.

Der VRRN hat angesichts der riesigen Anlagen aus Gründen des Immissionsschutzes wenigstens einen Vorsorgeabstand von mindestens 900m gefordert. Damit fällt der südliche Gipfelbereich des Lammerskopfs auf Neckargemünder Gemarkung weg, der nur 700-800 m von Kleingemünd entfernt ist.

Verteuerung Ihres Haushaltstroms

Nur der Verpächter (beim Lammerskopf das Land, beim Felsenberg die Stadtkasse von Neckargemünd) und der Projektierer profitieren von der Windkraft. Wir Bürger zahlen die Zeche durch Verteuerung des Haushaltstroms. Und mit unseren Steuern werden die gigantischen, wachsenden Subventionen bezahlt.  Der Betreiber, u.a. die Stadtwerke Heidelberg und Neckargemünd, tragen das Risiko des Projektes.

Weit verbreitet ist die Behauptung, Windkraft und Photovoltaik seien die günstigste Stromerzeugungsart. Aber in Wirklichkeit treibt uns das Konzept der Energiewende in den Ruin, mit jedem Windrad etwas weiter.

Stellen wir uns vor, wir haben ein einziges, wichtiges Gerät, das rund um die Uhr genau 1 kW Strom braucht, um zu laufen.

  • Wir bauen ein Windrad. Es liefert 1 kW. Wir merken aber schnell: Der Wind weht nicht immer.
  • Also bauen wir Solarzellen dazu. Jetzt haben wir mittags oft zu viel Strom, nachts aber immer noch keinen.
  • Also kaufen wir uns einen teuren Batteriespeicher. Der deckt nun den normalen Tag-Nacht-Rhythmus ab. Dann kommt der eiskalte Winter. Die klassische Dunkelflaute. Kein Wind, keine Sonne und die Batterie ist schnell leer.
  • Jetzt MÜSSEN wir zwingend ein vollwertiges Backup-Kraftwerk (Gas/Kohle) daneben stellen, das unsere 1 kW immer verlässlich garantieren kann, damit das Gerät nicht ausgeht.

Jetzt kommt der finanzielle Ruin im Detail: Ein Backup-Kraftwerk kostet im Bau, beim Personal und in der Wartung einen festen Betrag, es läuft aber nur ein paar wenige Wochen im Jahr. Die Kosten für jede produzierte Energie-Einheit sind daher in diesen paar Wochen gigantisch. Kaufmännisch ausgedrückt: Wir bezahlen die komplette Jahresmiete für eine Luxus-Wohnung, in der wir nur drei Nächte im Jahr schlafen.

Es gibt Zeiten, an denen Solar- und Windenergie mehr Energie produzieren als im In- und Ausland benötigt wird.  Dann wird aus dem sonst kostbaren Strom Energiemüll, der entsorgt werden muß. Aktuell geschieht das dadurch, dass wir Steuerzahler mit negativen Strompreisen dafür bezahlen, dass uns z.B. Österreich und die Schweiz mit ihren Pumpspeichern den überflüssigen Strom abnehmen. Selbst wenn Windräder die Stromproduktion herunterfahren, muß der abgeregelte Strom vom Steuerzahler bezahlt werden. Aktuell tobt eine Hetzkampagne der Windlobby, weil die Bundeswirtschaftsministerin Reiche vernünftigerweise nur noch den tatsächlich genutzten Strom vergüten lassen will.

Wenn wir nun feststellen, dass wir viel mehr Strom brauchen (weil wir die Industrie elektrifizieren und alle per Gesetz Wärmepumpen und E-Autos nutzen sollen…), wächst dieses System nicht einfach brav linear mit. Wir müssen massiv neue Stromleitungen ziehen und diese komplette dreifach redundante Infrastruktur (massiver Überbau an Wind/Solar + gigantische Batterien + Milliarden teure Backup-Kraftwerke) immer weiter mit ausbauen.

Der Sargnagel: Alle 15 bis 20 Jahre ist diese Hardware (Windräder, Batterien, Wärmepumpen) am Ende ihres Lebenszyklus angelangt und muss komplett neu gekauft und aufgebaut werden. Wir bezahlen hier also dauerhaft ein völlig überdimensioniertes, dreifaches System, das sich permanent selbst erneuern muss. Das ist keine lineare Rechnung mehr, das ist eine exponentielle Kostenspirale. Das Resultat dieser Labor-Mathematik ist völlig banal: Die Industrie wandert in Länder mit günstiger Grundlast ab, weil unser Strom unbezahlbar wird. Keine Industrie bedeutet keine Steuereinnahmen. Und keine Steuern bedeuten das schnelle Ende unseres Sozialstaates. Physik und Ökonomie verhandeln nicht!

Schaden fürs Klima

Windräder wärmen die Luft durch Ausbremsen des Luftstroms und der daraus folgenden Austrocknung. Zwei Wissenschaftler der Harvard-Universität haben kürzlich nachgewiesen, dass diese Wärmewirkung für die nächsten 100 Jahre den Nutzeffekt der Reduzierung von CO2-Emissionen übersteigt. Im Vergleich dazu sind die klimatischen Auswirkungen von Photovoltaik sehr viel geringern, ungefähr um einen Faktor 10. Die wissenschaftliche Abhandlung dazu befindet sich hier.

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