{"id":9455,"date":"2024-05-20T14:33:29","date_gmt":"2024-05-20T13:33:29","guid":{"rendered":"https:\/\/klima-fakten.net\/?p=9455"},"modified":"2025-09-11T21:42:49","modified_gmt":"2025-09-11T20:42:49","slug":"wie-funktioniert-der-treibhauseffekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klima-fakten.net\/?p=9455","title":{"rendered":"Wie funktioniert der Treibhauseffekt?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=wpv2posts9455&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>\n<p>\u00dcber den Treibhauseffekt ist schon viel geschrieben worden, und viele Vergleiche werden angestellt. Vieles davon ist jedoch irref\u00fchrend oder sogar falsch. <br>Der Treibhauseffekt kommt dadurch zustande, dass bei zunehmendem CO<sub>2<\/sub> ein leicht wachsender Anteil der Infrarot-Strahlung aus den oberen, kalten Schichten der Erd-Atmosph\u00e4re (d.h. der Stratosph\u00e4re) in den Weltraum abgestrahlt wird.<br>Der Sachverhalt ist im Detail kompliziert, daher ist es auch so einfach, den B\u00fcrgern mit \u00dcbertreibungen, Verzerrungen oder L\u00fcgen Angst zu machen. Hier m\u00f6chte ich ohne Formeln und anschaulich die Grundlagen des atmosph\u00e4rischen Treibhauseffektes physikalisch korrekt beschreiben, bei dem das CO<sub>2<\/sub> eine wichtige Rolle spielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Weltraum betrachtet, erfolgt der Temperaturhaushalt der Erdoberfl\u00e4che und der Atmosph\u00e4re durch<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Einstrahlung<\/strong> von kurzwelligem, zum gro\u00dfen Teil sichtbarem Sonnenlicht und durch<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Abstrahlung<\/strong> von langwelliger unsichtbarer Infrarotstrahlung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn der Energieinhalt der Einstrahlung gleich ist wie der Energieinhalt der Abstrahlung, gibt es ein Gleichgewicht, und die Durchschnittstemperatur der Erde bleibt konstant. Eine Erw\u00e4rmung findet immer dann statt, wenn entweder die Abstrahlung abnimmt oder die Einstrahlung zunimmt, und zwar so lange, bis das Gleichgewicht wiederhergestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Infrarotabstrahlung ist der einzige Weg, wie die Erde Energie (W\u00e4rme) in den Weltraum abgeben kann. Deshalb ist es notwendig zu verstehen, wie die Mechanismen der Infrarot-Abstrahlung funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Mechanismen der Infrarot-Abstrahlung in den Weltraum<\/h4>\n\n\n\n<p>Es gibt nur 2 M\u00f6glichkeiten, wie die Erde Energie in den Weltraum abgeben kann:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Molek\u00fcle der Erdoberfl\u00e4che oder der Meeresoberfl\u00e4che strahlen Infrarotwellen bei der Bodentemperatur ab (durchschnittlich 15\u00b0C = 288 K).<\/li>\n\n\n\n<li>Die Molek\u00fcle der sogenannten Treibhausgase, vorwiegend Wasserdampf und CO<sub>2<\/sub> (in sehr viel geringerem Umfang Methan und einige andere Gase), strahlen Infrarotwellen aus der Atmosph\u00e4re heraus ab, bei der jeweils in ihrer Umgebung herrschenden Temperatur. Die anderen Gase der Atmosph\u00e4re wie Sauerstoff oder Stickstoff haben keine M\u00f6glichkeit, nennenswerte Mengen an Infrarotstrahlung abzugeben. <br>CO<sub>2<\/sub> unterscheidet sich von Wasserdampf darin, dass es nur in einem kleinen Wellenl\u00e4ngenbereich aktiv ist. Andererseits nimmt der Anteil der Wasserdampfmolek\u00fcle in der Atmosph\u00e4re ab 5 km H\u00f6he sehr schnell ab, weil der Wasserdampf bei Abk\u00fchlung wieder zu Wolken kondensiert und dann abregnet. Das k\u00f6nnen wir daran erkennen: Im Flugzeug in 10km H\u00f6he sind wir stets \u00fcber den Wolken. Und oberhalb der Wolken gibt es so gut wie keinen Wasserdampf mehr. <br>CO<sub>2<\/sub> ist jedoch bis in die h\u00f6chsten Schichten der Atmosph\u00e4re gleichm\u00e4\u00dfig vermischt mit den anderen Gasen, vornehmlich Sauerstoff und Stickstoff. <br><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>CO<sub>2<\/sub> und Wasserdampf sind also wie zwei konkurrierende Handballmannschaften, von denen die eine (der Wasserdampf) nur bis zu Mittelline laufen darf, und die andere (CO<sub>2<\/sub>) sich nur innerhalb eines schmalen L\u00e4ngsstreifens des Spielfeldes bewegen kann. Dieser schmale L\u00e4ngsstreifen wird ein klein wenig breiter, wenn die &#8222;CO<sub>2<\/sub> Mannschaft&#8220; mehr Spieler (mehr CO<sub>2<\/sub>) bekommt. Das Tor ist f\u00fcr beide Mannschaften das gleiche (der Weltraum) und es erstreckt sich \u00fcber die ganze Breite des Spielfelds. Solange der Ball noch weit vom Tor entfernt ist, f\u00e4ngt ihn ein anderer Spieler eher auf, als dass er ins Tor gelangt. Dieser andere Spieler spielt den Ball in eine zuf\u00e4llige Richtung wieder ab. Je dichter die Spieler stehen, desto schneller werden die B\u00e4lle wieder gefangen und wieder abgespielt. Je n\u00e4her der Ball zum Tor kommt, desto weiter stehen die Spieler auseinander. Das hei\u00dft, dass der Ball dann leichter zwischen den Spielern hindurch ins Tor gelangen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Solange sich noch andere Treibhausgasmolek\u00fcle in der N\u00e4he befinden, kann also die Infrarotstrahlung nicht in den Weltraum gelangen (zu dicht stehende Mitspieler), sie wird wieder von den anderen Molek\u00fclen aufgefangen und von diesen wieder abgestrahlt. Konkret hat die Infrarotstrahlung in der unteren Atmosph\u00e4re nur eine Reichweite von etwa 25m, bis sie wieder von einem anderen Treibhausgasmolek\u00fcl aufgefangen wird, meist von einem Wassermolek\u00fcl oder von CO<sub>2<\/sub> . Je d\u00fcnner die Treibhausgase (weniger Mitspieler) in der Atmosph\u00e4re mit zunehmender H\u00f6he werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Infrarotstrahlung in den Weltraum gelangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus kann man schlie\u00dfen, dass es im Prinzip 3 Schichten gibt, aus denen Infrarotstrahlung in den Weltraum gelangt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wenn die Luft trocken ist und ohne Wolken, dann gibt es einen Teil des Infrarots, das sog. &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atmosph%C3%A4risches_Fenster\">atmosph\u00e4rische Fenster<\/a>&#8222;, das direkt vom Boden aus in den Weltraum strahlt (das ist, wenn es keine oder nur sehr wenige Wasserdampf-Spieler auf dem Feld gibt),<\/li>\n\n\n\n<li>zwischen 2 und 8 km H\u00f6he, durchschnittlich in 5 km H\u00f6he, ist der obere Rand der Wolken, von wo aus die Wasserdampfmolek\u00fcle der Wolken einen gro\u00dfen Anteil der Infrarotstrahlung bei durchschnittlich 255 K = -18\u00b0C in den Weltraum abgeben<\/li>\n\n\n\n<li>der Anteil Infrarotstrahlung im Wellenl\u00e4ngenbereich um 15 Mikrometer herum (der schmale Streifen des Spielfeldes) wird vom CO<sub>2<\/sub> bis in die hohen kalten Schichten der Stratosph\u00e4re transportiert, von wo aus sie bei etwa 220 K = -53\u00b0C in den Weltraum abgestrahlt wird. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dadurch kommt es zu einer Konkurrenzsituation, ob ein Wassermolek\u00fcl direkt abstrahlen kann oder ob seine Infrarotstrahlung noch von einem CO<sub>2<\/sub>-Molek\u00fcl aufgefangen und in die H\u00f6hen der Stratosph\u00e4re weitergeleitet wird.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Treibhauseffekt<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie kommt es nun bei einer wachsenden CO<sub>2<\/sub>-Konzentration zur verringerten Energieabstrahlung in den Weltraum und damit zu einer Erw\u00e4rmung?<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr ist es wichtig zu wissen, dass <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan-Boltzmann-Gesetz\">mit abnehmender Luft-Temperatur die abgestrahlte Energie stark abnimmt<\/a><\/strong> und dass <a href=\"https:\/\/klima-fakten.net\/?p=8878\"><strong>mit zunehmender H\u00f6he die Temperatur abnimmt<\/strong><\/a>.  Wenn die CO<sub>2<\/sub>-Konzentration im Laufe der Zeit zunimmt, dann wird der Wellenl\u00e4ngenbereich, in dem das CO<sub>2<\/sub> f\u00fcr die Abstrahlung &#8222;zust\u00e4ndig&#8220; ist, ein klein wenig breiter (der schmale Streifen des Spielfeldes). Das bedeutet, dass ein kleiner Teil der Infrarotstrahlung, die sonst bei 255 K vom Wasserdampf abgestrahlt w\u00fcrde, nun bei 220 K vom CO<sub>2<\/sub> abgestrahlt wird, also mit deutlich niedrigerer Energie. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die Energie der Gesamtabstrahlung leicht vermindert wird &#8212; die als konstant angenommene Einstrahlung des Sonnenlichts also \u00fcberwiegt und damit ein Erw\u00e4rmungseffekt eintritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Effekt ist allerdings nicht so gro\u00df, wie er gew\u00f6hnlich in den Medien dargestellt wird: <br>Denn seit dem Beginn der Industrialisierung hat bei einer Steigerung der CO<sub>2<\/sub>-Konzentration um 50% von 280 ppm auf 420 ppm die Infrarotabstrahlung der Erde um <a href=\"https:\/\/essd.copernicus.org\/articles\/15\/2295\/2023\/essd-15-2295-2023.html#&amp;gid=1&amp;pid=1\">grade mal 2 Watt\/qm abgenommen<\/a>. Das sind bei einer durchschnittlichen Abstrahlung von 240 Watt\/qm<sup data-fn=\"58282193-e6c6-49f4-a4c7-f649b1d64914\" class=\"fn\"><a href=\"#58282193-e6c6-49f4-a4c7-f649b1d64914\" id=\"58282193-e6c6-49f4-a4c7-f649b1d64914-link\">1<\/a><\/sup> <strong>nur knapp 1% in 170 Jahren<\/strong>. <br>Jetzt kennen wir die erste M\u00f6glichkeit, wie das eingangs erw\u00e4hnte Gleichgewicht durch eine Ver\u00e4nderung der <strong>Abstrahlung<\/strong> gest\u00f6rt wird. Aber bisher nur in sehr geringem Umfang.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Auswirkungen ver\u00e4nderter Einstrahlung sind gr\u00f6\u00dfer als der Treibhauseffekt<\/h4>\n\n\n\n<p>Die zweite M\u00f6glichkeit, das Gleichgewicht zu st\u00f6ren, sind die \u00c4nderungen der <strong>Einstrahlung<\/strong>. <br>Die Schwankungen der Einstrahlung, die durch wechselnde Wolkenbedeckung hervorgerufen werden, sind bis bis zu 100 mal gr\u00f6\u00dfer als die genannten 2 W\/qm (was Besitzer von Photovoltaikanlagen best\u00e4tigen k\u00f6nnen), die dem Treibhauseffekt zuzurechnen sind. Damit zusammenh\u00e4ngend nimmt in Deutschland laut <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/zeitreihen\/zeitreihen.html\">Deutschem Wetterdienst<\/a> die Zahl der Sonnenstunden seit 70 Jahren <strong>um 1,5% pro Jahrzehnt <\/strong>zu<sup data-fn=\"a73041c7-e81a-443d-a4fd-8ef830e1d2d5\" class=\"fn\"><a href=\"#a73041c7-e81a-443d-a4fd-8ef830e1d2d5\" id=\"a73041c7-e81a-443d-a4fd-8ef830e1d2d5-link\">2<\/a><\/sup>. Also<strong> in weniger als 10 Jahren ein gr\u00f6\u00dferer Effekt als durch den Treibhauseffekt in 170 Jahren<\/strong>. F\u00fcr einen genaueren zahlenm\u00e4\u00dfigen Vergleich m\u00fcssen beide zu vergleichenden Messdaten im betreffenden Zeitraum vorhanden sein: <strong> In dem Zeitraum der letzten 40 Jahre gab es durch die Zunahme der  Sonnenstunden in Deutschland die 6-fache Erw\u00e4rmung im Vergleich zum Treibhauseffekt<\/strong>. Die \u00c4nderungen der Sonneneinstrahlung sind also in weitaus gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe f\u00fcr die Erw\u00e4rmung der Erde verantwortlich als die \u00c4nderungen der CO<sub>2<\/sub>-Konzentration.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-2-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9479\" srcset=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-2-1024x576.png 1024w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-2-300x169.png 300w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-2-768x432.png 768w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-2-1536x864.png 1536w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-2.png 1860w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Damit ist der allgemein bekannte <strong>positive Treibhauseffekt<\/strong> beschrieben und eingeordnet. Es gibt also keinen Grund, mit dem Treibhauseffekt Angst und Panik zu begr\u00fcnden. Und es ist dringend notwendig, dass sich die Forschung, die Medien und die Politik mit dem Einfluss und den Ursachen der zunehmenden Sonnenstunden besch\u00e4ftigen. Ein wichtiger <a href=\"https:\/\/www.klimaatlas.nrw.de\/klima-nrw-monitoring\/klimaentwicklung\/sonnenschein\/sonnenscheindauer\">Hinweis kommt vom Klimaatlas des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen<\/a>, wo unter der \u00dcberschrift &#8222;<strong>Weniger Luftverschmutzung l\u00e4\u00dft die Sonne mehr strahlen<\/strong>&#8220; zu lesen ist: <br><em>\u201eDie 1950er- bis 1980er-Jahre spiegeln den Zeitraum der \u201cglobalen Verdunkelung\u201c wider, in dem durch eine hohe Luftschadstoffbelastung die Intensit\u00e4t des Tageslichts bzw. der Sonneneinstrahlung reduziert war. <strong>Seit den 1980ern hat sich durch eine verst\u00e4rkte Filterung von Abgasen und Schadstoffen aus der Luft die \u201eglobale Verdunkelung\u201c reduziert<\/strong>, was auch im Anstieg der Sonnenscheinstunden abzulesen ist.<\/em> <br>Dort findet sich auch der <a href=\"https:\/\/agupubs.onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1029\/2008JD011290\">HInweis, dass dies kein \u00f6rtliche begrenztes, sondern weltweites Ph\u00e4nomen ist<\/a>. <br>Eine genauere Analyse der Daten des Deutschen Wetterdienstes ergibt, dass die \u00c4nderungen der Sonnenstunden in Deutschland die monatlichen Temperaturen der letzten 70 Jahre zu 90% erkl\u00e4ren, und dass <a href=\"https:\/\/klima-fakten.net\/?p=9997\">der Treibhauseffekt in Deutschland keinen statistisch signifikanten Einfluss hat.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es fehlt noch ein wichtiges Ph\u00e4nomen: In der Antarktis f\u00fchrt der Erh\u00f6hung der CO<sub>2<\/sub>-Konzentration zur Abk\u00fchlung, das nennt man den <strong>negativen Treibhauseffekt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der negative Treibhauseffekt in der Antarktis<\/h4>\n\n\n\n<p>Es gibt einen eigenartigen Effekt, wenn wir die eine Gegend der Erde betrachten, wo die Erdoberfl\u00e4che zeitweise noch  k\u00e4lter ist als die 220 K, bei der die Infrarotabstrahlung des CO<sub>2<\/sub> in den Weltraum erfolgt: In der Antarktis, wo Temperaturen unter -60\u00b0C (=213 K) keine Seltenheit sind, finden wir tats\u00e4chlich einen <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41612-018-0031-y\">negativen Treibhauseffekt<\/a>. <br>Wo also eine Abk\u00fchlung bei zunehmender CO<sub>2<\/sub>-Konzentration stattfindet. <br>Bei zunehmender CO<sub>2<\/sub>-Konzentration nimmt zwar wie sonst auch der Anteil der Infrarotabstrahlung des CO<sub>2<\/sub> zu. Jetzt ist aber die CO<sub>2<\/sub>-Schicht mit 220 K w\u00e4rmer als die Erdoberfl\u00e4che der Antarktis. Und damit wird vom CO<sub>2<\/sub> in der Atmosph\u00e4re mehr W\u00e4rme abgef\u00fchrt als von der Erdoberfl\u00e4che darunter. <br>Mit anderen Worten: In der Antarktis gilt, dass aufgrund der Zunahme der CO<sub>2<\/sub>-Konzentration die W\u00e4rmeabfuhr in den Weltraum verst\u00e4rkt wird, und es demnach dort k\u00e4lter wird und nicht w\u00e4rmer.<\/p>\n\n\n<ol class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"58282193-e6c6-49f4-a4c7-f649b1d64914\">Begr\u00fcndung der 240 W\/qm: <a href=\"https:\/\/www.zamg.ac.at\/cms\/de\/klima\/informationsportal-klimawandel\/klimasystem\/umsetzungen\/energiebilanz-der-erde\">https:\/\/www.zamg.ac.at\/cms\/de\/klima\/informationsportal-klimawandel\/klimasystem\/umsetzungen\/energiebilanz-der-erde<\/a> <a href=\"#58282193-e6c6-49f4-a4c7-f649b1d64914-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"a73041c7-e81a-443d-a4fd-8ef830e1d2d5\">Berechnung: 10*168h\/72 Jahre = 23 h\/Jahrzehnt => (23h\/Jahrzehnt)\/1544h =<strong> 1,5%\/Jahrzehnt<\/strong> <a href=\"#a73041c7-e81a-443d-a4fd-8ef830e1d2d5-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Treibhauseffekt ist schon viel geschrieben worden, und viele Vergleiche werden angestellt. 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