{"id":8100,"date":"2023-10-15T21:54:50","date_gmt":"2023-10-15T20:54:50","guid":{"rendered":"https:\/\/klima-fakten.net\/?page_id=8100"},"modified":"2023-12-12T21:56:46","modified_gmt":"2023-12-12T20:56:46","slug":"windkraftprojekt-lammerskopf-offener-brief-an-den-stadtrat-und-buergermeister-neckargemuend","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/klima-fakten.net\/?page_id=8100","title":{"rendered":"Windkraftprojekt Lammerskopf &#8212; Offener Brief an den Stadtrat und B\u00fcrgermeister Neckargem\u00fcnd"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-page pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=wpv2pages8100&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>\n<p>Dr. rer. nat. habil Joachim Dengler<br>Email: joachim.dengler@gmail.com<\/p>\n\n\n\n<p>An den <br>Stadtrat und B\u00fcrgermeister<br>69151 Neckargem\u00fcnd                                       <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00fcberarbeitete Version vom 13.11.2023<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Windkraftprojekt Lammerskopf &#8212; Offener Brief an den Stadtrat und B\u00fcrgermeister<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n\n\n\n<p>als B\u00fcrger dieser Stadt habe ich von den Pl\u00e4nen vernommen, dass die Stadt Neckargem\u00fcnd sich aktiv an dem geplanten Windpark Lammerskopf beteiligen will, indem sie eine betr\u00e4chtliche Waldfl\u00e4che auf dem Felsenberg zur Pacht zur Verf\u00fcgung stellen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ich aus der Zeitung und Gespr\u00e4chen entnehme, ist eines der Hauptmotive des Neckargem\u00fcnder Stadtrats, daraus betr\u00e4chtliche Einnahmen f\u00fcr die Stadt zu generieren. Von 200.000,- &nbsp;&#8212; 250.000,- \u20ac ist die Rede, wobei noch nicht so klar ist, ob das f\u00fcr ein einzelnes Windkraftwerk oder den gesamten Neckargem\u00fcnder Anteil am Projekt sein soll. Offenbar gibt es kaum \u00f6ffentliche verl\u00e4ssliche Informationen \u00fcber das geplante Projekt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Es &nbsp;gibt <strong>schwerwiegende Bedenken<\/strong> gegen dieses Windkraftprojekt und <br><strong>ich<\/strong> <strong>erhebe Einspruch<\/strong><br><strong>gegen die Weiterverfolgung des Projektes.<\/strong> &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr viele B\u00fcrger haben mir berichtet, dass Sie offenbar blind und taub sind gegen\u00fcber den bereits vielfach vorgebrachten Einw\u00e4nden, deren Anliegen es ist, die wenigen restlichen wenig ber\u00fchrten Erholungs- und Natur(schutz)gebiete, ihre Flora und Fauna vor der zerst\u00f6rerischen Bem\u00e4chtigung durch Industrialisierung zu sch\u00fctzen.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Au\u00dferdem wurde mir zugetragen, dass Sie bislang so gut wie keine Informationen zu dem geplanten Projekt herausgegeben haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Deswegen m\u00f6chte ich Sie heute mit fachlichen Fragestellungen konfrontieren, die zum einen den Schleier der Geheimnistuerei l\u00fcften, zum anderen<strong> belegte Tatsachen vor Augen f\u00fchren, die Sie m\u00f6glicherweise bisher nicht bedacht haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die im folgenden vorgetragenen Bedenken und Berechnungen gegen dieses Projekt im Allgemeinen und die Neckargem\u00fcnder Beteiligung im Besonderen ist die exakte geplante Gr\u00f6\u00dfe des Windparks unerheblich.&nbsp; Die pr\u00e4sentierten Berechnungen beziehen sich auf eine einzige Windkraftanlage mit 7 MW installierter Leistung. Die fachlichen Ergebnisse werden nach tats\u00e4chlicher installierter Leistung bzw. der Zahl der Windr\u00e4der angepasst.&nbsp; Eine genauere Berechnung erfordert folgende mir bisher nicht vorliegenden Informationen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die technischen Daten der ausgew\u00e4hlten Windkraftanlagen <\/li>\n\n\n\n<li>Die im Prinzip vorliegenden, aber bislang der \u00d6ffentlichkeit verheimlichten Ertragsdaten des Windparks am Greiner Eck, der sich in etwa 5 km Entfernung befindet.  <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Einspruchsgr\u00fcnde<\/h1>\n\n\n\n<p>Alle folgenden Kapitel mit detaillierten Begr\u00fcndungen fasse ich zun\u00e4chst in kurzen Thesen zusammen. Jede These entspricht den Ausf\u00fchrungen in einem der folgenden Kapitel<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li>Aus einer Windkraftanlage mit 7 MW Nennleistung im Odenwald k\u00f6nnen maximal 93.022 \u20ac  Pacht pro Jahr erwartet werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Modellrechnung des f\u00fcr regenerative Energien renommierten Professors Volker Quaschning ergibt, dass aufgrund der lokalen Windverh\u00e4ltnisse die Stromgestehungskosten die maximal erreichbaren Einnahmen des Betreibers voraussichtlich \u00fcbersteigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Aufgrund der deswegen absehbaren Insolvenz des Betreibers muss die Stadt Neckargem\u00fcnd damit rechnen, die Kosten f\u00fcr den R\u00fcckbau der Anlage am Ende der Laufzeit \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen. Diese \u00fcbersteigen voraussichtlich die Pachteinnahmen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Aufgrund der schlechten Zug\u00e4nglichkeit und Beschaffenheit des Gel\u00e4ndes ist mit einem deutlich h\u00f6heren Fl\u00e4chenverbrauch als die in der Literatur veranschlagten 0,8 ha pro WEA&nbsp; zu rechnen. Erschwerend kommt dazu, dass es sich bei einem Teil des beanspruchten Gel\u00e4ndes offenbar um ein FFH-Schutzgebiet handelt. Dieser Raubbau kann unter keinen Umst\u00e4nden von B\u00fcrgern hingenommen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Verbot der EU bez\u00fcglich der Verwendung von PFAS Materialien stellt das ganze Projekt dar\u00fcber hinaus grunds\u00e4tzlich in Frage, da in der WKA an mehreren kritischen Stellen PFAS zum Einsatz kommen.<\/li>\n\n\n\n<li>Aufgrund verheerender Verst\u00e4rkungseffekte werden Windkraftanlagen zu grausamen t\u00f6dlichen Fallen f\u00fcr Insekten, kleine und gro\u00dfe V\u00f6gel &nbsp;&#8212; in weit gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df, als dies aufgrund von Zufallskollisionen zu erwarten ist.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">1.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Realistische Ertrags- und Pachtberechnung<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Grundlage k\u00fcnftiger Pachteinnahmen ist der tats\u00e4chlich zu erwartende Jahresertrag der Windkraftanlage<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr ist die Zahl der sog. <strong>Volllaststunden<\/strong> entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine realistische Absch\u00e4tzung der zu erwartenden Volllaststunden kann \u2013 mangels exakter Langzeitmessungen vor Ort \u2013 aus den durchschnittlichen Volllaststunden der bereits in Baden W\u00fcrttemberg installierten Windkraftanlagen vorgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Schrift \u201eErneuerbare Energien in Baden W\u00fcrttemberg 2022\u201c, herausgegeben vom Ministerium f\u00fcr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft<a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>&nbsp; ist folgende Tabelle entnommen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8101\" width=\"844\" height=\"502\" srcset=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image.png 1004w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-300x179.png 300w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-768x457.png 768w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-890x530.png 890w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-445x265.png 445w\" sizes=\"auto, (max-width: 844px) 100vw, 844px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Demnach sind in ganz Baden-W\u00fcrttemberg im Jahre 2022 aus Windkraft 2974 GWh bei 1,713 GW (=1713 MW) installierter Leistung erzeugt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das sind 1736 Volllaststunden (= 2972GWh\/1,713GW).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 2021 waren es 1575 Volllaststunden. Die Zahl der Volllaststunden schwankt zwischen etwa 1000 und 1900, wie man aus den Zahlen der 4. und 5. Tabellenspalte der letzten 22 Jahre leicht \u00fcberpr\u00fcfen kann. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass in der Vergangenheit bereits die aussichtsreichsten verf\u00fcgbaren Standorte gew\u00e4hlt wurden. <strong>Optimistischerweise kann also realistisch von 1600 Volllaststunden im langj\u00e4hrigen Mittel ausgegangen werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den Informationen der Stadt Heidelberg \u00fcber das Windkraftprojekt geht hervor, dass Windr\u00e4der mit 7 MW Nennleistung zum Einsatz kommen sollen. <strong>Die Stadt behauptet, damit einen mittleren Jahresertrag von 14.000 MWh erzeugen zu wollen.<\/strong> <strong>  Das w\u00e4ren allerdings 2000 Volllaststunden<\/strong>, deutlich mehr, als aus den obigen \u00dcberlegungen realistischerweise zu erwarten ist.&nbsp; Ob die 2000 Volllaststunden einer \u00dcberpr\u00fcfung standhalten, ist zu bezweifeln, wir wollen sie trotzdem den folgenden Berechnungen zugrunde legen, in dem Wissen, dass alle daraus abgeleiteten Ergebnisse ggf. um 20% nach unten korrigiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei 7 MW installierter Leistung und angenommenen 2000 Volllaststunden wird also von einem <strong>Jahresertrag i.H.v.&nbsp; 7 MW*2.000 h = 14.000 MWh = 14 GWh<\/strong> ausgegangen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die maximale Garantie-Verg\u00fctung daf\u00fcr wird von der Bundesnetzagentur vorgegeben. Bei der maximal m\u00f6glichen Verg\u00fctung von 7,35 ct\/kWh ergeben sich <strong>f\u00fcr den Betreiber <\/strong>j\u00e4hrliche Einnahmen i.H.v. 14.000.000 kWh* 0,0735 \u20ac\/kWh = <strong>1.029.000 \u20ac.<\/strong>&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus errechnet sich die Pacht f\u00fcr die Stadt Neckargem\u00fcnd: i.d.R. sind es 8%, also ergibt sich pro 7 MW Windrad eine Pacht i.H.v. 1.029.000*0,08 = 82.320 \u20ac im Jahr. Rechnet man den (weiter unten berechneten) Korrekturfaktor 1,12 des Referenzertragsmodells noch dazu, ergeben sich 93.022 \u20ac als maximal m\u00f6gliche Pachteinnahmen pro Jahr . &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Da es sich um einen sogenannten B\u00fcrgerwindpark<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a> handelt, werden die umworbenen Investoren wenig Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr haben, wenn die Stadt Neckargem\u00fcnd z.B. 12% der Betreibereinnahmen als Pacht verlangen w\u00fcrde. Das w\u00fcrde von den potentiellen Investoren wohl als halsabschneiderisch empfunden werden. Die 8% sind also realistisch gerechnet. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Leider stammen aus vermeintlich seri\u00f6sen Quellen h\u00f6chst unseri\u00f6se Falschinformationen, wie z.B. in einem Artikel des Staatsanzeiger \u201eWie Kommunen finanziell von der Windkraft profitieren k\u00f6nnen\u201c<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a>, wo aufgrund einer v\u00f6llig unrealistischen Volllaststundenzahl von \u00fcber 6.000 Stunden (37.000 MWh Jahresertrag aus 6 MW installierter Leistung) eine absurde Milchm\u00e4dchenrechnung aufgemacht wird, um kommunalen Entscheidern den Floh ins Ohr zu setzen, sie k\u00f6nnten mit 6 MW installierter Leistung 200.000 \u20ac im Jahr an Pacht einnehmen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Modellrechnung <\/h1>\n\n\n\n<p>Der Berliner Professor f\u00fcr regenerative Energiesysteme Volker Quaschning erm\u00f6glicht mit einer Webseite, sich auf einfache Weise ein vorl\u00e4ufiges Bild zu machen \u00fcber den Windertrag und die Stromgestehungskosten einer Windkraftanlage<a id=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a>.  Da nicht bekannt ist, welcher Anlagentyp am Lammerskopf geplant ist, habe ich die Eigenschaften der am ehesten f\u00fcr Schwachwindgebiete geeignete 3 MW Enercon-Anlage zur Modellrechnung verwendet, und diese dann mit Hilfe der Anlagenzahl auf 7 MW hochgerechnet.  <strong>Diese Rechnung ist allerdings zu optimistisch<\/strong>.  Bei gr\u00f6\u00dferen Anlagen als 3 MW sinkt bei gleicher Windst\u00e4rke die Zahl der Volllaststunden. Die 2000 Volllaststunden einer 3 MW Anlage bei Windst\u00e4rke 5,4 m\/s reduzieren sich auf 1722 Volllaststunden bei einer 4,2 MW Anlage und auf 1107 Volllaststunden bei einer 7,5 MW Anlage.    <br>Genauere Berechnungen erfordern genauere Kenntnis der k\u00fcnftig verwendeten Anlage. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit der mittleren Windgeschwindingkeit 5,4 m\/s, die etwa den angenommenen 2000 Volllaststunden in Neckargem\u00fcnd entspricht, werden Ertrag und Stromgestehungskosten berechnet. Au\u00dfer der Windgeschwindigkeit sind alle anderen Formulareingaben den Beispiel-Vorgaben von Prof. Quaschning entnommen, insbesondere die Annahme \u00fcber die Investitionskosten i.H.v. 1200 \u20ac\/kW:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"905\" height=\"777\" src=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Modell_7MW_2000h_2023-10-31.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8191\" srcset=\"https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Modell_7MW_2000h_2023-10-31.png 905w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Modell_7MW_2000h_2023-10-31-300x258.png 300w, https:\/\/klima-fakten.net\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Modell_7MW_2000h_2023-10-31-768x659.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 905px) 100vw, 905px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist, dass <strong>die unter der optimistischen Voraussetzung von 2000 Volllaststunden Stromgestehungskosten mit 7,91 ct\/kWh \u00fcber den maximal erzielbaren Einnahmen<\/strong> von 7,35 ct\/kWh liegen, der aktuellen Obergrenze der Bundesnetzagentur.&nbsp;&nbsp;<br>Zu den Merkw\u00fcrdigkeiten der Energiewende geh\u00f6rt es, windarme Gebiete dadurch zu bevorzugen, dass dort die Windstromerzeugung h\u00f6her bewertet und verg\u00fctet wird. Dieses Vorgehen wird \u201eReferenzertragsmodell\u201c genannt. Dabei ist die Referenz-Windst\u00e4rke 6,45 m\/s. Demnach ist bei den angenommenen 5,4 m\/s   Windst\u00e4rke der G\u00fctefaktor 84%, und<strong> die finale Verg\u00fctung ist dann 7,35 ct\/kWh * 1,12 = 8,23 ct\/kWh<\/strong>.   Die angenommene Pacht erh\u00f6ht allerdings die Stromgestehungskosten um  etwa 0,7 ct\/kWh, sodass &#8212; ohne die R\u00fcckbaukosten &#8212; mit 8,6 ct\/kWh an realen Kosten zu rechnen ist. <br>Ich frage mich, welcher Investor unter diesen Umst\u00e4nden in ein solches Projekt Geld einbezahlt, wenn ihm diese Zahlen vorgelegt werden? <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">3. Offene Fragen<\/h4>\n\n\n\n<p>Leider sind die Dinge etwas komplexer als bisher dargestellt. Daraus ergeben sich verschieden offene Fragen. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Avisierte profitable Einnahmen aus \u00dcbergewinnen <\/strong><br>Nicht erw\u00e4hnt hatte ich, dass ein Betreiber einer Windkraftanlage jeden Monat neu entscheiden kann, ob der den oben beschriebenen garantierten Erl\u00f6s w\u00e4hlt, oder ob er den Strom auf dem freien Markt verkauft. <br>W\u00e4hrend der aktuellen Strommangellage in Kombination mit der sog. &#8222;Merit Order&#8220; bei der Ermittlung des Stromerl\u00f6ses gibt es horrende Gewinne f\u00fcr alle Stromerzeuger, weil die Preise an der Stromb\u00f6rse h\u00e4ufig von den teuren LNG-Gaskraftwerken bestimmt werden.  Dar\u00fcber hinaus sind die Gewinne bei B\u00fcrgergenossenschaften  im Gegensatz zu anderen kommerziellen Stromerzeugern nicht gedeckelt. Demnach scheint die obige Rechnung eine irrelevanten Scheinrechnung zu sein. Das ist zum heutigen Tage so. <br>Jedoch k\u00f6nnen sich politische Verh\u00e4ltnisse in diesen Zeiten sehr schnelle \u00e4ndern. Insbesondere gibt es intensive Bem\u00fchungen, in die von planwirtschaftlichen G\u00e4ngelungen verkr\u00fcppelte Stromwirtschaft wieder marktwirtschaftliche Steuerungsmechanismen einzuf\u00fchren. Einer davon ist der von der Monopolkommission k\u00fcrzlich  vorgeschlagene Kapazit\u00e4tsmarkt, der die aktuellen exzessiven Gewinne auf Kosten der Endverbraucher signifikant d\u00e4mpfen w\u00fcrde. <br>Jedenfalls kann sich ein potentieller heutiger Investor h\u00f6chstwahrscheinlich darauf verlassen, dass es die heutigen Gewinne zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage auf dem Lammerskopf nicht mehr geben wird. <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Genauer Typ der Windkraftanlage<\/strong><br>F\u00fcr die Frage der tats\u00e4chlich erzielbaren Leistung bzw. Volllaststunden ist der genaue Typ der Windkraftanlage entscheidend. Die einzige Information, die zur Verf\u00fcgung steht, ist die Aussage der Heidelberger Webseite, dass man sich an der &#8212; uns B\u00fcrgern unbekannten &#8212; Leistung der Anlage am Greiner Eck orientiert und dass man von 2000 Volllaststunden ausgeht. <br>Wenn wir davon ausgehen, dass die Anlage, eine Enercon E-115,   am Greiner Eck tats\u00e4chlich mit 2000 Volllaststunden betrieben wird (was angesichts der Windverh\u00e4ltnisse zweifelhaft ist, bedeutet das (siehe oben), dass die mittlere Windgeschwindigkeit 5,4 m\/s betr\u00e4gt. Nun liegen der obigen Modellrechnung die idealisierte Annahme zugrunde, dass eine 7 MW Anlage die gleiche auf schwachen Wind optimierte Leistungskennlinie hat. Das ist aber bei den  realen WKA nicht der Fall.<br>Bei dem oben verwendeten Simulator liegen z.B.  die Leistungskurven der 4,2 MW Anlage und der 7,5 MW Anlage von Enercon vor. Demnach erreicht  die Enercon Anlage E-126 mit 4,2 MW bei gleichen Windverh\u00e4ltnissen nur noch 1722 Volllaststunden und die E-126 mit 7,5 MW nur noch 1107 Volllaststunden. <br>Ob das die Planer ber\u00fccksichtigt haben?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ausbau des Stromnetzes im Neckartal notwendig <\/strong><br>Das aktuell existierende Stromnetz erlaubt maximal ein einziges Windrad mit 7 MW Nennleistung.  F\u00fcr einen Windpark, wie er am Lammerskopf geplant ist, m\u00fc\u00dfte von Heidelberg oder sogar von Mannheim aus eine zus\u00e4tzliche 110 kV Leitung in das Neckartal gebaut werden, mit allen Problemen, die das f\u00fcr den Natur- und Landschaftsschutz nach sich zieht. Und es stellt sich die Frage, wer daf\u00fcr die Kosten tr\u00e4gt. Im Zweifelsfall sind es die B\u00fcrger, die die Zeche in Form von gestiegenen Endverbrauchs-Stromkosten oder Steuern bezahlen. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">4.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Risiken beim gesetzlich vorgeschriebenen R\u00fcckbau<\/h1>\n\n\n\n<p>Um Investoren (B\u00fcrger) nicht zu sehr zu verschrecken, werden die gesetzlich vorgeschriebenen R\u00fcckstellungen des Betreibers f\u00fcr den R\u00fcckbau am Ende der Laufzeit gerne kleingerechnet, indem z.B. f\u00fcr die R\u00fcckbaukosten nur 30.000 \u20ac pro MW installierter Leistung veranschlagt werden<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a>. F\u00fcr diesen Betrag werden vom Betreiber R\u00fcckstellungen erwartet.&nbsp; &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei gibt es klar formulierte, sehr umfangreiche Verpflichtungen vom Umweltbundesamt.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Demnach fallen mindestens 60.000 \u20ac pro MW installierter Leistung an<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a>. Aufgrund der unzug\u00e4nglichen Lage und der besonders gro\u00dfen Waldfl\u00e4che beim konkreten Projekt auf dem Neckargem\u00fcnder Felsenberg ist sogar voraussichtlich mit 80.000 \u20ac pro MW installierter Leistung zu rechnen (allein der notwendige Kran kostet 90.000,- Miete).<\/p>\n\n\n\n<p>Demzufolge errechnet sich f\u00fcr den R\u00fcckbau nach Ende der Laufzeit f\u00fcr 7 MW installierte Leistung<\/p>\n\n\n\n<p>7*80.000\u20ac = 560.000 \u20ac nach heutigen Preisen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die fr\u00fcheren Hochrechnungen der R\u00fcckbaukosten beruhen auf Inflationsraten von 2%<a id=\"_ftnref10\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a>, seit 2022 m\u00fcssen wir jedoch von einer Inflationsrate i.H.v. mindestens 5% ausgehen. Demzufolge muss bei einer Laufzeit von 20 Jahren (Inflationsfaktor 2,65, aufgrund j\u00e4hrlicher Steigerung um 5%) mit einem <strong>Gesamtbetrag f\u00fcr den R\u00fcckbau i.H.v.<\/strong> 2,65*560.000 \u20ac = <strong>1.484.000 \u20ac<\/strong> gerechnet werden. Das ist fast so viel wie die oben errechnete Pacht in 20 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht \u00fcbersehen werden darf: Eine erschreckende Zahl von Herstellern von Windkrafttechnologie hat bereits Insolvenz angemeldet, z.B. Senvion<a id=\"_ftnref11\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a>, ebensso der Rotorblatthersteller Nordex<a id=\"_ftnref12\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a>.  Siemens Gamesa schreibt tiefrote Zahlen<a id=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a>.&nbsp; Auch Betreibergesellschaften wie die Prokon Genossenschaft<a id=\"_ftnref14\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> gerieten ins Trudeln und in die Insolvenz, ebenso erst vor kurzem die Planungsfirma \u201eGreen City eG\u201c, die im Ebersberger Forst eine Anlage \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfenordnung wie die auf dem Lammerskopf  plante, ist insolvent<a id=\"_ftnref15\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a>. Insbesondere sind Betreiberfirmen von der aktuellen Pleitewelle betroffen<a id=\"_ftnref16\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser gro\u00dfen Zahl von Pleiten in der Windbranche m\u00fcssen Sie als Verp\u00e4chter realistischerweise das Risiko bedenken, dass nach z.B. 10 Jahren die Betreibergesellschaft Insolvenz anmeldet, Sie danach nicht nur keine Pacht mehr bekommen, sondern am Ende auch noch den R\u00fcckbau und die Aufforstung aus der Stadtkasse bezahlen m\u00fcssen. Das ist mehr als Sie an Pacht eingenommen haben werden.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">5.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Fl\u00e4chenverbrauch<\/h1>\n\n\n\n<p>Um Windkraftprojekte dem B\u00fcrger schmackhaft zu machen, wird gew\u00f6hnlich behauptet, dass f\u00fcr die Windkraftanlage die Natur nur minimal gesch\u00e4digt w\u00fcrde. <strong>W\u00e4hrend der Bauzeit w\u00fcrden etwa &nbsp;1 ha Waldfl\u00e4che pro WEA abgeholzt, sp\u00e4ter w\u00e4hrend des Betriebs w\u00fcrden nur 0,5 ha beansprucht.<a id=\"_ftnref17\" href=\"#_ftn17\"><strong>[17]<\/strong><\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der Topographie des Lammerskopfs und des Felsenbergs sowie aus Erfahrungen anderer Windenergieprojekte, z.B. im Schwarzwald, ist zu erwarten, dass deutlich mehr als diese Waldfl\u00e4che pro WEA verbraucht werden wird, zumal sich die Zuwegung teilweise in steilem Gel\u00e4nde befindet, oder bei dem es sich teilweise um FFH-Schutzgebiet handelt. <\/p>\n\n\n\n<p>Das steht in keinem Verh\u00e4ltnis zu dem Anspruch, naturvertr\u00e4glich zu sein. Eine Naturzerst\u00f6rung ungeheuren Ausma\u00dfes, die von uns B\u00fcrgern nicht hingenommen wird. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beanspruchung von FFH-Schutzgebiet ist ein klarer Beleg, dass die Windkraftindustrie in Allianz mit der Politik Schutzgebietsfl\u00e4chen und wertvolle Naturareale entgegen eigener Darstellung nicht verschont! &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das j\u00fcngst getroffene Urteil des VGH Kassel im Zusammenhang mit dem Reinhardswald zeigt, wird voraussichtlich<strong> die Verw\u00fcstung von FFH-Gebieten<\/strong> &#8212; selbst nur f\u00fcr Zuwegung &#8212; <strong>auch beim Lammerskopf und Felsenberg einer gerichtlichen \u00dcberpr\u00fcfung nicht standhalten<\/strong>.<a href=\"#_ftn18\" data-type=\"internal\">[18]&nbsp;<\/a> &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">6.&nbsp;&nbsp;&nbsp; EU Vorgaben und PFAS Verbot<\/h1>\n\n\n\n<p>Das Umweltbundesamt hat zusammen mit Beh\u00f6rden aus Deutschland, den Niederlanden, D\u00e4nemark, Schweden und Norwegen einen Vorschlag zur EU-weiten Beschr\u00e4nkung von PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) bei der Europ\u00e4ischen Chemikalienagentur eingereicht. Dieser wurde nun ver\u00f6ffentlicht. <strong>In Zukunft sollen \u2013 mit Ausnahmen \u2013 die Herstellung, Verwendung und das Inverkehrbringen aller PFAS beschr\u00e4nkt werden<\/strong>.<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dies betrifft insbesondere die Bestandteile von Windkraftanlagen<a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a>. Ohne PFAS-Bestandteile ist die Herstellung der Rotorfl\u00fcgel nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des Abriebs beim Betrieb verteilen sich die Chemikalien in der Luft und im Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Baubeginn muss eine Bescheinigung des Umweltbundesamtes vorliegen, dass s\u00e4mtliche Bestandteile der Windkraftanlage in Bezug auf die EU Richtlinie unbedenklich sind.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">7.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Warum Windkraftanlagen so verheerend f\u00fcr V\u00f6gel sind<\/h1>\n\n\n\n<p>Es werden durch Windkraftanlagen ein Vielfaches mehr V\u00f6gel get\u00f6tet als es den erwarteten Zufallskollisionen entspricht. Daf\u00fcr gibt es einen besonderen Grund:<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Anhand von Beobachtungen und Modellrechnungen haben deutsche Forscher errechnet, dass jede Windkraftanlage etwa 12.000 Insekten pro Tag t\u00f6tet, was allein in Deutschland etwa 1.200 Tonnen toter Insekten pro Jahr entspricht. Und f\u00fcr jedes get\u00f6tete Insekt werden vielleicht zehn Insekten verletzt oder sind benommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der R\u00fcckseite des Rotors herrscht ein Beinahe-Vakuum. Allein der pl\u00f6tzliche \u00dcbergang von normalem Druck zu Beinahe-Vakuum kann eine Vielzahl von Verletzungen verursachen, darunter das Platzen der Lungen bei Flederm\u00e4usen und V\u00f6geln.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den Insekten beginnt ein Teufelskreis. Die Turbine wirkt wie ein riesiger Insektenzerkleinerer. Sie zertr\u00fcmmert Insekten an den Vorderkanten der Rotorsschaufeln, genau wie jene zertr\u00fcmmerten Insekten, die jeder Fahrer auf der Windschutzscheibe bei der Autobahnfahrt sieht. Die Turbine verletzt die Insekten gleich doppelt: sowohl durch Turbulenzen als auch durch Druckver\u00e4nderungen. Und sie schleudert st\u00e4ndig und unsichtbar hunderte von toten und verletzten Insekten und jede Menge stinkenden Insektensaft von den zerquetschten Insekten in die Umgebung.<\/p>\n\n\n\n<p>Was nat\u00fcrlich als erstes passiert, ist, dass der Geruch der toten und verletzten Insekten viele weitere Insekten anlockt. Denn viele Insekten sind Aasfresser, und so kommen immer mehr Insekten, um sich von den toten Insekten zu ern\u00e4hren. Zus\u00e4tzlich zu den get\u00f6teten und verletzten Insekten gibt es also noch all die anderen lebenden Insekten, die sich von ihnen ern\u00e4hren und zwischen den Mahlzeiten herumfliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist bekannt, dass Fr\u00f6sche Fliegen fressen, &#8222;bevor sie den Boden erreichen&#8220;. Als N\u00e4chstes werden zahlreiche Flederm\u00e4use und insektenfressende V\u00f6gel von dem Geruch tausender toter und verletzter Insekten angelockt. Sie tun ihr Bestes, um die toten und verletzten Insekten zu fressen, bevor sie den Boden erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn man eine gro\u00dfe Anzahl von Flederm\u00e4usen und insektenfressenden V\u00f6geln auf der Jagd nach Insektenbeute mit Turbinenschaufelspitzen kombiniert, die 370 km\/h schnell sind, ist das Ergebnis unvermeidlich: eine gro\u00dfe Anzahl toter und verletzter Flederm\u00e4use und V\u00f6gel.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo es wiederum so viele tote und verletzte Flederm\u00e4use und V\u00f6gel gibt, werden nat\u00fcrlich auch viele gro\u00dfe Raub- und Aasfresser wie Eulen, Bussarde, Geier, Falken, Adler, Milane, Buteos, Greifv\u00f6gel und Rohrweihen angelockt. Sie kommen, um die lebenden, verletzten oder toten V\u00f6gel und Flederm\u00e4use zu fressen, die gekommen sind, um die lebenden, verletzten oder toten Insekten zu fressen &#8230; und nat\u00fcrlich, da diese gro\u00dfen Raubtiere auch auf der Jagd sind und ihre Umgebung nicht wahrnehmen, erleiden diese Greifv\u00f6gel das gleiche Schicksal wie die kleineren V\u00f6gel, die Flederm\u00e4use und die Millionen von Insekten, sobald sie unweigerlich in die hochtourigen Turbinenbl\u00e4tter geraten.<\/p>\n\n\n\n<p>All dies erkl\u00e4rt, warum V\u00f6gel in Windkraftanlagen zu Mittag essen. Und solange die Turbine funktioniert, wird sie unweigerlich Insekten, V\u00f6gel und noch gr\u00f6\u00dfere V\u00f6gel anziehen. Und sie dann zerhacken. Das ist unaufhaltsam und wird \u00fcberaus konkret von dem Biologen Dr. Wolfgang Epple beschrieben und illustriert.<a id=\"_ftnref22\" href=\"#_ftn22\">[22]<\/a> &nbsp;Dieser Teufelskreis f\u00fchrt zu dem Schluss, dass wir gegen die Windkraft sein m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerungen<\/h1>\n\n\n\n<p>Aus den oben genannten Gr\u00fcnden werden Sie mit Aufrechterhaltung des Beschlusses zur Beteiligung an dem Windpark Lammerskopf<strong> der Stadt Neckargem\u00fcnd auf vielf\u00e4ltige Weise Schaden zuf\u00fcgen<\/strong>, finanziell und in Form der unn\u00f6tigen und unsinnigen Zerst\u00f6rung wertvoller &nbsp;Natur-Landschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Darauf muss ich Sie aufmerksam machen, weil Sie mit diesem Wissen zur Rechenschaft gezogen werden. Ihre Aufgabe ist, das Wohl der Stadt zu mehren, und Schaden fernzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Fall, dass jemand von Ihnen einwenden m\u00f6chte, dass das Errichten von Windkraftanlagen alternativlos sei, dann muss ich darauf hinweisen, dass das erst in diesem April abgeschaltete und jederzeit aktivierbare letzte Kernkraftwerk Baden- W\u00fcrttembergs mehr als 3 mal so viel Strom lieferte wie alle Windkraftanlagen Baden-W\u00fcrttembergs zusammen: 1,4 GW* 8000 Std. =&nbsp; 11.200 GWh pro Jahr. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,<br>Dr. Joachim Dengler<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a><a href=\" https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=4447\"> <\/a><a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=4447\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=4447\">https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=4447<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-um\/intern\/Dateien\/Dokumente\/2_Presse_und_Service\/Publikationen\/Energie\/Erneuerbare-Energien-2022-erste-Abschaetzung-barrierefrei.pdf\">https:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-um\/intern\/Dateien\/Dokumente\/2_Presse_und_Service\/Publikationen\/Energie\/Erneuerbare-Energien-2022-erste-Abschaetzung-barrierefrei.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2022\/20221227_Hoechstwerte.html\">https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2022\/20221227_Hoechstwerte.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.rnz.de\/region\/heidelberg_artikel,-Heidelberger-Lammerskopf-Regionales-Bieterkonsortium-erhaelt-Windpark-Pachtzusage-_arid,1206581.html\">https:\/\/www.rnz.de\/region\/heidelberg_artikel,-Heidelberger-Lammerskopf-Regionales-Bieterkonsortium-erhaelt-Windpark-Pachtzusage-_arid,1206581.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/nachrichten\/energie-und-umwelt\/wie-kommunen-finanziell-von-der-windkraft-profitieren-koennen\/\">https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/nachrichten\/energie-und-umwelt\/wie-kommunen-finanziell-von-der-windkraft-profitieren-koennen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.volker-quaschning.de\/software\/windertrag\/index.php\">https:\/\/www.volker-quaschning.de\/software\/windertrag\/index.php<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bauernzeitung.de\/agrarpraxis\/landtechnik\/windenergieanlagen-kosten-rueckbau\/\">https:\/\/www.bauernzeitung.de\/agrarpraxis\/landtechnik\/windenergieanlagen-kosten-rueckbau\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.agrarheute.com\/sites\/agrarheute.com\/files\/2019-12\/2019_10_09_texte_117-2019_uba_weacycle_mit_summary_and_abstract_170719_final_v4_pdfua_0.pdf\">https:\/\/www.agrarheute.com\/sites\/agrarheute.com\/files\/2019-12\/2019_10_09_texte_117-2019_uba_weacycle_mit_summary_and_abstract_170719_final_v4_pdfua_0.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/technologie\/green\/nicht-nur-gruen-im-zweiten-leben-kritik-am-recycling-von-windparks-\/19866326.html\">https:\/\/www.wiwo.de\/technologie\/green\/nicht-nur-gruen-im-zweiten-leben-kritik-am-recycling-von-windparks-\/19866326.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.agrarheute.com\/sites\/agrarheute.com\/files\/2019-12\/2019_10_09_texte_117-2019_uba_weacycle_mit_summary_and_abstract_170719_final_v4_pdfua_0.pdf\">https:\/\/www.agrarheute.com\/sites\/agrarheute.com\/files\/2019-12\/2019_10_09_texte_117-2019_uba_weacycle_mit_summary_and_abstract_170719_final_v4_pdfua_0.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/industrie\/china-lauert-auf-markteintritt-windkraftbranche-aufgepasst-die-senvion-pleite-ist-erst-der-anfang\/24200716.html\">https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/industrie\/china-lauert-auf-markteintritt-windkraftbranche-aufgepasst-die-senvion-pleite-ist-erst-der-anfang\/24200716.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.kreiszeitung.de\/politik\/windkraft-energiewende-pleitewelle-china-buerokratie-vestas-nordex-insolvenz-pleite-usa-zr-92486066.html\">https:\/\/www.kreiszeitung.de\/politik\/windkraft-energiewende-pleitewelle-china-buerokratie-vestas-nordex-insolvenz-pleite-usa-zr-92486066.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/siemens-energy-qualitaetsprobleme-bei-gamesa-sorgt-fuer-milliarden-verlust-2308-176499.html\">https:\/\/www.golem.de\/news\/siemens-energy-qualitaetsprobleme-bei-gamesa-sorgt-fuer-milliarden-verlust-2308-176499.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/finanzen-wirtschaft\/nicht-alles-ist-gold-was-gruen-glaenzt#:~:text=Die%20Pleite%20des%20Windunternehmens%20Prokon,Konzern%20%C3%BCberraschend%20Insolvenz%20anmelden%20musste\">https:\/\/www.klimareporter.de\/finanzen-wirtschaft\/nicht-alles-ist-gold-was-gruen-glaenzt#:~:text=Die%20Pleite%20des%20Windunternehmens%20Prokon,Konzern%20%C3%BCberraschend%20Insolvenz%20anmelden%20musste<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/ebersberg\/ebersberger-forst-windpark-green-city-insolvenz-1.5514150\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/ebersberg\/ebersberger-forst-windpark-green-city-insolvenz-1.5514150<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> <a href=\"https:\/\/ben-kurier.de\/2022\/09\/28\/keine-insolvenzwelle-erwartet-herr-habeck-betriebe-im-rhein-lahn-kreis-stehen-vor-grossen-herausforderungen\/\">https:\/\/ben-kurier.de\/2022\/09\/28\/keine-insolvenzwelle-erwartet-herr-habeck-betriebe-im-rhein-lahn-kreis-stehen-vor-grossen-herausforderungen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.enbw.com\/unternehmen\/eco-journal\/wind-im-wald.html\">https:\/\/www.enbw.com\/unternehmen\/eco-journal\/wind-im-wald.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn18\" href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/naturschutz-initiative.de\/neuigkeiten\/1633-11-10-2023-reinhardswald-zuwegung-fuer-wea-darf-weiterhin-nicht-gebaut-werden\"> https:\/\/naturschutz-initiative.de\/neuigkeiten\/1633-11-10-2023-reinhardswald-zuwegung-fuer-wea-darf-weiterhin-nicht-gebaut-werden<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/pfas-sollen-eu-weit-beschraenkt-werden\">https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/pfas-sollen-eu-weit-beschraenkt-werden<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.windkraft-journal.de\/2023\/08\/03\/kein-windrad-kein-energiespeicher-kein-e-auto-keine-halbleiter\/190756\">https:\/\/www.windkraft-journal.de\/2023\/08\/03\/kein-windrad-kein-energiespeicher-kein-e-auto-keine-halbleiter\/190756<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> <a href=\"https:\/\/wattsupwiththat.com\/2019\/08\/21\/explaining-wind-turbine-lethality\/\">https:\/\/wattsupwiththat.com\/2019\/08\/21\/explaining-wind-turbine-lethality\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn22\" href=\"#_ftnref22\">[22]<\/a> <a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=518\">https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=518<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. rer. nat. habil Joachim DenglerEmail: joachim.dengler@gmail.com An den Stadtrat und B\u00fcrgermeister69151 Neckargem\u00fcnd \u00fcberarbeitete Version vom 13.11.2023 Windkraftprojekt Lammerskopf &#8212; Offener Brief an den Stadtrat &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"twitterCardType":"","cardImageID":0,"cardImage":"","cardTitle":"","cardDesc":"","cardImageAlt":"","cardPlayer":"","cardPlayerWidth":0,"cardPlayerHeight":0,"cardPlayerStream":"","cardPlayerCodec":"","footnotes":""},"class_list":["post-8100","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8100"}],"version-history":[{"count":85,"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8291,"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8100\/revisions\/8291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/klima-fakten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}